Macros, tracken, kalorienzählen und plötzlich kam die Essstörung?

Hallo meine Lieben ♡,

wer von euch hat sich schon mal mit seinen Macros, einer App zum tracken seiner Macros und jeglichen Kalorien eines jeden Produkts beschäftigt? Wer von euch hat neben seinen Haferflocken in der Küche eine Küchenwaage stehen und nimmt keinen Löffel Erdnussbutter ohne auch sicherzugehen, dass es 10 – und nicht 11g sind? Denn 11g würden nicht mehr in die Macros passen. Kalorienüberschuss. Das Ende. Zum Fett sein verdammt. 

Was ich euch damit sagen möchte: Wollt ihr wirklich euer Leben lang alles mögliche abwiegen?

Ich habe schon von Leuten gehört, die ihre Waage mit ins Restaurant nehmen, sich einen zweiten Teller ordern und alles penibel abwiegen. Findet ihr das normal?

Aber leider wird uns von den heutigen Medien oft suggeriert, dass es normal sei. Immerhin wollte man nicht fett, ungelenk und unförmig werden.

Ganz, ganz ehrlich? Ih müsst auch mal eure Zeit hier auf der Erde genießen. Das erreicht man nicht, indem man immer nur über Kalorien und Körperfettanteil nachgrübelt. Mist!, schon wieder 200g mehr auf der Waage. Na und? Who cares? Den Freund, den ihr verloren habt, weil ihr nicht mehr mit ihm essen gehen konntet? Oder doch all die Freunde, für die ihr jedes mal Ausreden erfindet, um bloß kein Gramm Kohlenhydrate zu viel zu sich zu nehmen?

Alles, was man sich drauf fressen kann, kann man auch wieder abnehmen. Oft denkt man aber, dass man „fett“ sei, ohne es überhaupt zu sein. Man braucht kein Sixpack, um den Weg zum Glück zu finden. Manchmal braucht es auch eine Tafel Schokolade, einen guten Film und liebe Menschen um einen herum. Und nicht die Überlegung, ob ein Stück Apfel noch in die heutige Anzahl der Kalorien passt.

Es muss nicht jeden Abend eine Schubkarre voll Süßkram sein, den ihr in euch reinschlingt, aber gönnt euch mal was!
Jeder von uns lebt nur ein mal, aber viele leben überhaupt nicht. Gebannt von der Angst, zuzunehmen oder hässlich zu sein. Und dabei vergessen wir, dass es besonders unattraktiv ist, sich genau so zu verhalten. Würdet ihr mit einem Mann oder einer Frau ausgehen, die nur einen Salat bestellt und den nur zur Hälfte aufisst? Oder würdet ihr lieber lachend eine Pizza essen und danach einen Film schauen?

Ich bin der Meinung, dass es eine Art „Seele“ in unserem Körper gibt. Und die braucht auch Pflege, Erholung und Ruhe. Und die bekommt sie nicht, indem  ihr sie permanent penetriert mit „nein, ich bin zu fett“ – „boah, schau dich mal an.“ und „nein, das kann ich nicht essen, obwohl ich gerne würde.“

Denkt bitte auch mal an eure innere Gesundheit, an euer Wohlbefinden und an euch als Menschen. Dann werdet ihr euch auch viel schneller wohlfühlen, denn es kann nicht das Ziel eines jeden Menschen sein, permanent in Topform rumzulaufen. Das tut kein Fitnessmodel auf der Welt, kein Mister Olympia und kein Spitzensportler. Also warum verlangt ihr das von euch selbst? Die meisten sind doch Mütter, Väter, Berufstätige, Töchter, Söhne, noch Kinder – warum wollt ihr permanent in Topform sein, anstatt euer Leben zu genießen?

Ihr bekommt kein zweites geschenkt.

Alle von uns sterben, aber nur sehr wenige leben. So fürchte nicht den Tod, sondern nie gelebt zu haben. 

2 Gedanken zu “Macros, tracken, kalorienzählen und plötzlich kam die Essstörung?

  1. Ich fang fast an zu heulen – das ist wirklich ein wunderschön geschriebener Beitrag (ich lese mich gerade ein bisschen durch Deinen Blog)
    Ich erkenne mich ein bisschen wieder in Vielem – denn gerade beim auswärts Essen, würde ich mir manchmal wünschen weniger über den Kaloriengehalt oder die Makros nachzugrübeln und lockerer damit umzugehen (Waage trage ich jedoch nicht mit mir rum)

    Schließlich sagt mir mein Kopf: Wenn man ein Essen ausfallen lässt wird man nicht sofort dünn – also werd ich auch nicht fett wenn ich mir einmal ne Pizza schmecken lasse.
    Das aber tatsächlich umzusetzen ist sehr schwer, sehr!
    :-*

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