Wie oft soll ich meinen Trainingsplan wechseln?

Hallöchen ♥,

oft wurde ich in letzter Zeit gefragt, wie oft ich meinen Trainingsplan wechsle und hier findet ihr nun die Antwort dazu. 🙂

Zunächst einmal – für die, die meine kleine „Mein Training“-Serie verpasst haben: Ich trainiere nach einem dreier Split „Push/Pull/Legs“ und trainiere 6 mal in der Woche. Allerdings trainiere ich periodisierend, was bedeutet, dass zum Beispiel montags Push A ansteht und Donnerstag dann Push B.
Natürlich habe ich dann unterschiedliche Übungen in den beiden Trainingseinheiten und verfolge meist auch ein anderes Ziel. Das müsst ihr nicht genau so machen, aber es macht mir persönlich mehr Spaß und darum geht’s doch beim Training? 🙂

Also, wie oft wechsle ich meinen Trainingsplan? Keine Ahnung, vielleicht so  2 mal im Jahr. WIEEEEEE? Nicht alle paar Wochen?! Wo bleibt da der neue Reiz? 

Rücken 1 Beine 2

Ich glaube so schlecht ist der Reiz gar nicht, oder? 😀

Glaubt ihr wirklich, dass der Körper checkt „oh, Achtung! neue Übung, jetzt muss ich mich aber anpassen!“ ? Nein, der Körper merkt nur: Aha, meine Muskulatur reicht nicht aus, um das, was von mir verlangt wird, zu bewältigen. Ich muss mich anpassen.

Der Muskelkater nach einem neuen Trainingsplan resultiert daraus, dass man die Ausführung der Übung nicht gewohnt ist und sich erst einmal adaptieren muss. Muskelkater ist kein Indiz für Trainingserfolg!

Wenn ihr euch einen Trainingsplan zusammengestellt habt und euch weiterhin steigern könnt.. Warum wollt ihr ihn dann nach 6 Wochen wechseln? Never change a running system. Wenn ihr im Job immer erfolgreicher werdet, dann fangt ihr doch auch nicht bei einer neuen Firma an? Wäre doch sinnlos, oder? Also macht das gleiche doch nicht beim Training.

Es bietet sich an, neue Übungen auszuprobieren oder einen anderen Wiederholungsbereich zu wählen, wenn ihr einfach keine Lust mehr habt. Das mache ich zum Beispiel meist: Von 5×5 auf 7×7 oder 3×8 wechseln, weil mir dann der jeweilige Wiederholungsbereich zum Hals raus kommt und ich was neues haben mag. Aber selbst das ist schon ultra anstrengend, weil ich ja nie weiß, mit welchem Gewicht ich dann starten kann und wie weit ich gehen kann. Selbst dort geht Zeit flöten, weil ich mich erst einfinden muss.

Wenn ihr also alle paar Wochen euren Trainingsplan ändert und euch jedes mal erst einfinden müsst, verschwendet ihr – um Gotteswillen – einfach sinnlos eure Zeit. Das ist in ungefähr so, als würdet ihr eine Ausbildung nach der anderen abbrechen.

Zieht einen Plan erst mal durch, wenn ihr einen gefunden habt, der euch Spaß macht. Denn oft hat man einen super Trainingsplan und giert nach einem besseren, wodurch man schlussendlich weniger Erfolg erzielt als hätte man den schlechtesten Plan der Welt einfach mal durchgezogen.

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