Gerstengras, Weizengras, Moringa – Was soll ich nur tun?

Hallo ihr Lieben 🙂

Ich denke, dass die obigen Namen schon vielen von euch ein Begriff sein werden – zumindest habt ihr das ganze mal gehört.
Nun mal ein kleiner Einblick, wie ich zu dem Thema gekommen bin:
Mein Vater ist ein durchaus positiv eingestellter Mensch und hatte eines Tages von dem „Baum des Lebens“ (Moringa) gehört. Damit fing alles an. Da mein Vater sich sicher war, dass so ein kleines Wunderpulver nicht schaden kann und sicher gut für die Gesundheit ist, wurde gesucht was das Zeug hielt. Moringa war allerdings damals extremst schwer zu bekommen. Also haben wir alle möglichen anderen Pülverchen studiert.

Noch heute überfordert mich allerdings das breite Angebot der Ware, weshalb ich mir dachte: Scheiße man, du musst dich mal informieren, damit andere das Problem nicht auch haben. Gedacht – getan. Somit habe ich mir nun einige Wochen an Recherche zugemutet um einen „alles umfassenden“ Artikel zustandezubringen.

Gerstengras

Gerstengras ist ein Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte und oft eben als Pulver erhältlich. Es soll chronische Darmerkrankungen heilen können und schützende Eigenschaften bei Krebs haben.
Als „Gerstengras“ werden nur die jungen Blätter der Gerstenplanze bezeichnet, die für die Nahrungsergänzungsmittel dann gefriergetrocknet und zu Pulver verarbeitet werden.

Im Vergleich zu anderen Lebensmittel soll Gerstengras …

  • 11 mal so viel Calcium haben wie Kuhmilch
  • 5 mal so viel Eisen wie Brokkoli
  • 4 mal so viel Vitamin B1 wie Vollkornweizen
  • 7 mal so viel Vitamin C wie Orangen

Dabei ist Gerstengras ebenso eines der basischsten Lebensmittel, die uns zur Verfügung stehen, wodurch Menschen, die zu einer Übersäuerung neigen, zu Gerstengras greifen.
Eine Übersäuerung kann nämlich ziemlich böse Folgen haben – unser pH Wert im Körper muss zwangsweise im Gleichgewicht sein, sonst kann unser Organismus nicht funktionieren.

Weiterhin soll Gerstengras den Cholesterinspiegel senken und Herzinfarkten damit vorbeugen – Diabetiker könnten es aufgrund des Einflusses auf den Blutzuckerspiegel verwenden – gekeimte Gerste soll Hautkrebs heilen können und Brustkrebs eindämmen und auch noch als Antidepressiva wirken.

Warum hier überall „soll“ steht? Ganz einfach: Ich will euch nichts verkaufen. Ich muss euch nichts schön reden. Viele Leute glauben an die magische Heilkraft von irgendeinem Pulver – genau wie mein Vater. Ich aber muss euch sagen, dass ich das nicht tue. Ich glaube leider nicht daran, dass mich irgendein grünes Pülverchen vor allen möglichen Krankheiten bewahrt, mich fitter macht und ich danach fliegen kann.

Was ich aber sehr wohl glaube: Gerstengras hat ein schönes Nährstoffverhältnis. Es liefert viele Vitamine, Mineralstoffe und andere wertvolle Spurenelemente. Es kann nicht schlecht sein, mal Gerstengras zu konsumieren oder in seine Ernährung einzubauen. Aber ihr solltet nicht hingehen und nun sagen: Juhu, nie mehr Obst & Gemüse essen! Habe mir jetzt Gerstengras bestellt – meine Probleme sind gelöst.

Weizengras

Ein weiteres „Superfood“, welches reich an Chlorophyll (dem grünen Farbstoff), Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen ist.
So soll Weizengras…

  • 11mal mehr Calcium als Milch haben
  • 5 mal so viel Eisen als Brokkoli
  • 4 mal so viel Vitamin B1 als Vollkornweizen
  • 6 mal mehr Vitamin C als Orangen

Außerdem ist Weizengras reich an Eiweiß. Das pflanzliche Eiweiß enthält alle essentielle Aminosäuren in der idealen Zusammensetzung.

Und auch Weizengras werden wieder zahlreiche Wirkungsaspekte nachgesagt: Hilft bei Darmkrankheiten, Krebs, schlechter Haut uvm.

Moringa

Moringa Oleifera ist eigentlich ein Baum, welcher aus Nordindien kommt. Sie gelten als die nährstoffreichsten Gewächse der Erde und sind weit verbreitet.

Moringa soll

  • 2 mal so viel Calcium wie Milch enthalten
  • 80% der Eisenmenge von Spinat
  • halb so viel Vitamin C wie Orangen

Die Bezeichnung von Moringa als „Baum des Lebens“ stammt daher, dass in den Regionen um Indien und Afrika schlichtweg Mangelernährung keine Seltenheit ist und die Moringa-Pflanze als „Gegenmittel“ eingesetzt wird. Es ist zwar ein Superfood, aber nicht das Superfood, als das es oft bezeichnet wird. Aber vermarktet sich halt besser – fällt man leichter darauf rein.

Fazit

Ob Gersten- oder Weizengras, Moringa oder Brokkolipulver – Brauchen tut man alles nicht. Man könnte es sich gegebenenfalls allerdings trotzdem kaufen, wenn man seine Nährstoffbilanz ein wenig aufpolieren möchte. Da werde ich jedoch dann bei Gersten- oder Weizengras bleiben und nicht Unmengen in „den Baum des Lebens“ investieren, der mir im Endeffekt noch weniger Vorteile bietet als andere Produkte.

Wie seht ihr das? Konsumiert ihr Gersten- oder Weizengras? Habt schon einmal damit geliebäugelt und es dann als zu teuer empfunden?

Lasst es mich wissen 🙂

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