#werbung & der Kooperationswahnsinn

Tagtäglich begegnen uns Posts, in denen ein Produkt zumindest irgendwie im Bild verarbeitet ist. Ob im Vorder- oder Hintergrund, ob als Shaker in der Hand oder als Aufstrich neben einem leckeren Frühstück. Werbung begegnet uns nahezu überall – und da es immer ein ziemlich kritisches Thema ist, das ich persönlich aber auch sehr interessant finde, dachte ich, gebe ich auch mal meinen Senf dazu und erzähle euch, wie ich das handhabe und wie meine Meinung dazu ist. 

#Werbung

Viele von euch haben ihn sicherlich schon gesehen: #werbungUnd was habt ihr dabei gedacht? Vielleicht seid ihr der Person auch entfolgt, weil ihr es nicht schön findet, dass sie offensichtlich für etwas wirbt? (Mal ganz davon abgesehen, dass ihr sicherlich auch tagtäglich unzählige bezahlte, aber nicht gekennzeichnete Posts seht)

Klar, es gibt solche & solche. Es gibt genau so gut Personen, die gnadenlos alles annehmen, was sie kriegen können, solange der Partner gut zahlt..
Allerdings – und das habt ihr ja auch schon öfter von mir gehört – finde ich das nicht unbedingt richtig, denn manchen ist gar nicht bewusst, was sie für einen Einfluss auf ihre Abonnenten haben.

Angenommen ich berichte euch jetzt vom super tollen und absolut genialem, direkt aus Narnia stammenden Protein, welches Muskeln quasi im Alleingang aufbaut. Ich verspreche euch, dass es das beste Produkt überhaupt ist.
Ihr kauft es. Und ihr findet es scheiße. Was hab‘ ich dann? Richtig. Einen Haufen Menschen angelogen. Und wisst ihr was? Das könnte ich einfach nicht mit mir vereinbaren.
Ich als Verbraucher möchte ja auch nicht hintergangen werden und so habe ich von Beginn an gesagt, möchte ich meine Abonnenten auch nicht anlügen. Ich werde nie ein Produkt vorstellen, dass absolut beschissen ist, es als grandios und super anpreisen, nur um mir ein goldenes Näschen zu verdienen.

Es ist einem bewusst, dass Werbung läuft, wenn zwischen den Nachrichten und dem Wetter wieder einer davon erzählt, dass die Pille XY doch 80% der Nahrungsfette bindet. Dann wisst ihr, dass dort jemand für etwas wirbt und Dinge schöner dargestellt werden, als sie eigentlich sind.
Es ist einem aber nicht unbedingt bewusst, dass Werbung läuft, wenn man sich das Mittagessen von Person A und das Trainingsbild von Person B anschaut. Vor allem nicht, wenn die Werbung nicht richtig gekennzeichnet wird (übrigens sind die Kennzeichnungen #sponsored oder #ad auch Werbekennzeichnungen).

Kooperationen

Vielleicht wissen einige von euch ja auch gar nicht, was eine Bloggerkooperation ist und wie das ganze abläuft?
Als „größerer“ Blogger ist es tatsächlich so, dass man täglich mehrere E-Mails mit netten Angeboten bekommt, allerdings nimmt man nur die wenigsten davon auch wirklich an.
Und dann gibt es auch noch langfristige Kooperationen, mit denen man also einfach über einen längeren Zeitraum zusammenarbeitet. So arbeite ich beispielsweise schon lange mit Women’s Best zusammen. Damals habe ich mich vor allem für eine Zusammenarbeit entschieden, weil klar gesagt werden darf, wenn etwas nicht gefällt oder schmeckt. Man ist nie gezwungen, etwas zu bewerben, sondern darf selbst entscheiden.

Mir – und vielen anderen auch – ist es wichtig, authentisch zu bleiben und nur für Produkte zu werben, hinter denen ich guten Gewissens stehen kann und die ich auch ohne eine Kooperation kaufen würde. Denn wieso sollte ich etwas posten, etwas bewerben, das ich selbst einfach scheiße finde?
Ich möchte euch Produkte empfehlen, die mir auch wirklich gefallen und keinen überteuerten Mist. Klar, kann es trotzdem immer sein, dass dies dann nicht auf euch zutrefft und ihr die Hose oder den Schokoaufstrich, den ich so toll finde, einfach nicht mögt.
Mit dem Gewissen, dass sich jemand, der es sich eigentlich nicht leisten kann, nun aber etwas vollkommen sinnloses und überteuertes gekauft hat, weil ich es empfohlen habe, könnte ich einfach nicht ruhig schlafen.

Warum?

Warum ich jetzt darüber einen kleinen Beitrag verfasst habe? – Ganz einfach: Ich möchte euch einfach ehrlich sagen: Glaubt nicht alles, was ihr im Netz seht.

Ob nun #werbung, #sponsored, #ad (also die Abkürzung für advertisement) oder eben gar keine Kennzeichnung.. Mich nervt es schon lange, wenn ich wieder ein Profil sehe, auf dem jeden Tag eines neues, innovatives und absolut tolles, äh, schwachsinniges Produkt vorgestellt wird.

Überlegt das nächste mal vielleicht kurz, bevor ihr denkt, ihr bräuchtet die nächste (absolut teure) Proteinschokolade unbedingt, weil XY sie gerade auf ihrem #bootäääääay in die Kamera gehalten hat. Oder reicht vielleicht auch ’n Becher Quark und ein Stückchen richtige Schokolade? (Abgesehen davon mag ich die Protein Schokocreme trotzdem richtig gerne, aber es geht um’s Prinzip! :D)

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

 

 

 

4 Gedanken zu “#werbung & der Kooperationswahnsinn

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