Gnocchi wie in Italien – Grundrezept

Gnocchi – fluffige, leicht matschige Mini-Kartoffelklöße und ein weiteres Gericht, das in die Kategorie „habe ich nur wegen Instagram ausprobiert“ gesteckt werden kann. Aber schon beim ersten Mal probieren wusste ich: Gnocchi und ich. Ich und Gnocchi. Das wird eine Love-Story. Ich liebe diese Mini-Klöße einfach. Irgendwie bringen sie immer ein kleines bisschen Italien auf den Teller und lassen sich so leicht zubereiten. Das würdet ihr gar nicht glauben!

Gnocchi 4

Und das Allerbeste: Gnocchi verlangen nicht viel. Eine Tomatensauce, Pesto, Parmesan oder Butter genügen, um ein abgerundetes Gericht zu zaubern, das auf leckere Art und Weise sättigt.

Ich habe dieses Rezept nun schon öfter ausprobiert und die wichtigsten Tipps & Tricks für euch zusammengefasst. Damit gelingen dir garantiert richtig gute Gnocchi, denn das Gute ist, dass man wirklich kein Profikoch sein muss, um diese kleinen Kartoffelklöße selber zuzubereiten. Und es lohnt sich allemal.

Gnocchi 2

Gnocchi sind übrigens ein typisch italienisches Gericht, welches ursprünglich aus Hartweizen oder aber auch aus Blätterteig hergestellt wurde. Wusstet ihr das? Bei uns in Deutschland kennt man ja eigentlich nur die Kartoffel-Variante.

Gnocchi


10 Tipps für die Zubereitung deiner eigenen Gnocchi

  1. Damit sie perfekt werden, bitte mehlig kochende Kartoffeln verwenden. Keine jungen Kartoffeln nehmen, denn sie enthalten noch zu viel Feuchtigkeit. Je mehr Wasser in den Kartoffeln enthalten ist, desto mehr Mehl muss man hinzufügen. Dadurch wird der Gnocchiteig jedoch verdichtet und letztlich eher klebrig und pappig. Tipp: Wenn sie gerade dabei sind, zu sprießen, eigenen sich die Kartoffeln am allerbesten. Lagere sie deshalb vorsichtshalber einige Tage. Je älter die Kartoffel, desto fluffiger die Gnocchi.
  2. Kartoffeln unbedingt mit reichlich Salzwasser kochen, das entzieht den Kartoffeln weitere Feuchtigkeit. Alternativ – dauert jedoch deutlich länger – kann man sie mit Schale bei 200°C für ca. eine Stunde im Ofen garen.
  3. Die Kartoffeln mit Schale garen, damit sie sich nicht zu viel mit Wasser vollsaugen. Achtet beim abgießen darauf, dass kein Wasser mehr bei den Kartoffeln bleibt. Ggf. kann man die Kartoffeln noch einmal auf einem Küchentuch trocknen.
  4. Knetet den Teig nicht zu viel! Maximal 5 Minuten und nicht zu viel Druck ausüben.
  5. Fertigen Teig direkt verarbeiten. Steht er zu lange rum, wird er matschig.
  6. Bestäubt eure Hände immer mit etwas Mehl, um zu verhindern, dass der Teig stark zwischen den Fingern klebt.
  7. Auch die fertig geformten Gnocchi mit etwas Mehl bestäuben. Klebt sonst später wie die Hölle.
  8. Gnocchi sofort aus dem Topf nehmen, sobald sie an der Oberfläche schwimmen. Schon 30 Sekunden können dafür sorgen, sie zu unförmigen Matschkugeln werden zu lassen.
  9. Macht gerne mehr Teig, als ihr zum jetzigen Zeitpunkt essen könnt! Man kann den Teig super einfrieren und auftauen, wenn einem die Gnocchi-Lust entgegenschlägt. Sie können dann bis zu 2 Monate im Eisfach schlummern.
  10. Ladet Freunde zum essen ein! Gemeinsam hat man gleich viel mehr Spaß.

Gnocchi mit oder ohne Ei?

Sollte man vegan leben, hat sich die Frage erledigt. Gnocchi funktionieren auch super ohne Ei. Es gibt jedoch einen Unterschied: Mit Ei wird der Teig etwas homogener, leichter zu verarbeiten und die Gnocchi selbst behalten nach dem Kochen ihre Form ein bisschen besser. Allerdings werden sie auch fester und nicht so schön fluffig. Mein Tipp: Startet mit einem Ei und lasst es weg, wenn ihr den Dreh beim Gnocchi-Machen heraus habt.

Gnocchi 3


Zutaten

  • 1 kg Kartoffeln (mehligkochend)
  • 1 Ei (Größe L)
  • 1 EL Salz
  • 100 g Mehl
  • 1 großen Kochtopf
  • 1 große Pfanne
  • 1 Gabel, Schaumkelle, Kartoffelstampfer
  • 1 große Schüssel

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln auf einem feinen Gitter oder Backblech für 50-60 Minuten bei 200°C in den Ofen geben. Alternativ für 20 Minuten gar kochen (siehe Tipp #1).
  2. Die Kartoffeln am besten 10 Minuten abkühlen lassen, bevor weiter gemacht wird.
  3. Ein Geschirrtuch nehmen, um die Kartoffeln von der Haut zu befreien. Einfach hin und her reiben. Alternativ kann man die Haut auch mit einem Messer abziehen.
  4. Optimal wäre nun eine Kartoffelpresse, jedoch besitzen wir nur einen Kartoffelstampfer. Ist etwas mehr Arbeit, geht aber auch. Bitte achtet darauf, die Kartoffeln wirklich klein zu stampfen und keine Klumpen übrig bleiben zu lassen.
  5. Erledigt? Super! Dann kommt nun Salz, Ei und ca. 50g Mehl hinzu. Welches Mehl hier verwendet wird, ist nicht ganz so wichtig (nur bitte kein Kokosmehl, Leinsamenmehl, Chiamehl oder andere Low Carb Varianten).
  6. Hände waschen! Und alles mit der Hand miteinander vermengen.
  7. Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und alles zu einem Ball kneten. Wenn der Teig zu stark klebt oder das Gefühl aufkommt, dass er zu wässrig ist, einfach noch mehr Mehl hinzugeben.
  8. Den Teig in vier große Stücke Teilen und diese nochmals vierteln. Aus den 16 Teilbällchen nun ca. 2 cm dicke Rollen formen.
  9. Aus den Rollen je ca. 1-2 cm breite Stücke schneiden. Anschließend mit ein bisschen Mehl bestäuben.
  10. Schnappt euch die Gabeln und presst die Zinken kurz in jedes kleine Stückchen, wenn ihr wollt. Schmeckt natürlich auch ohne!
  11. Einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Gnocchi vorsichtig hineingeben. Sie werden zunächst auf den Grund sinken. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen (ca. nach 2 Minuten), sofort herausnehmen und am besten in einem Sieb sammeln, sodass das Kochwasser abfließen kann.
  12. Entweder man gibt sie jetzt so wie sie sind in eine Sauce seiner Wahl, oder man brät sie vor dem Servieren in etwas Olivenöl und Butter in einer großen Pfanne goldbraun an.
    Dem Gnocchi-Genuss sind keine Grenzen gesetzt 😉

Guten Appetit,
eure Tabbi 💙

Gnocchi 4

 

 

5 Gedanken zu “Gnocchi wie in Italien – Grundrezept

  1. Super, ich habe gestern auch Gnocchi gemacht, allerdings mit glutenfreiem Mehl und wesentlich mehr verwendet. Ich glaube mit weniger Mehl schmecken sie besser, das nächste mal werde ich dein Rezept ausprobieren. Ach, und danke für die vielen tollen Tipps!

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