Food-Fotografie Teil 3: das richtige Licht

Viele von euch kennen das Problem: es wird dunkel. Mist! Und jetzt? Klar, „Dark and Moody“ ist doch auch dunkel, oder? Einfach drauf los schießen und hoffen, dass es was gibt? Fehlanzeige, denn selbst beim „dunklen“ Stil ist eigentlich alles bestens ausgeleuchtet. Man lenkt das Licht mit Hilfe von schwarzem Karton und anderen Blockern, um den Anschein von Morgenstund zu erlangen. Herrlich! Aber leider demnach auch keine Lösung für unser Problem. Was dann? 

Hier einmal ein Beispiel für „Dark and Moody“, bei dem ich einfach eine geschnittene Tomate mit Kräutern und Salz fotografiert habe:

Tomate

50mm | ISO 100 | f6.3 | 1/20

Zwei Möglichkeiten: 

  1. Du stellst den ISO so hoch, bis das Bild halbwegs gut belichtet ist – aber! Du hast einen enormen Qualitätsverlust. Also nicht unbedingt die beste Möglichkeit und ohnehin nur dann geeignet, wenn es noch nicht ganz dunkel ist (also ungefähr 16 Uhr im Winter).
  2. Zweite Möglichkeit: eine Lampe. Und da wird man wohl nicht drum herum kommen, wenn man wirklich „ernsthaft“ fotografieren möchte und nicht jedes Mal um 12 Uhr Feierabend hat, um das Sonnenlicht zu nutzen. Aber selbst dann hat man im Winter oft Probleme, genügend Lichteinfall zu bekommen. Eine Lampe ist also eine gute Wahl, wenn man eine zuverlässige und gleichbleibende Lichtquelle sucht.

Schoko-Sesam Muffins

Ein dunkler Hintergrund bedeutet nicht gleich, dass es ein „Dark and Moody“ Foto werden wird.
50mm | ISO 200 | f6.0 | 1/40

Ich habe euch meine Lampe hier* mal verlinkt. Es gibt – natürlich – hellere Lampen, allerdings kann man dann einfach die Birne aus dem Schirm drehen (sofern eine hellere Birne einmal nötig sein wird) und wechseln. Das gute ist, dass diese Lampe mit einem Diffusor geliefert wird, der das Licht streut. Ansonsten habt ihr punktuell Lichteinfall, aber dennoch kein ausgeleuchtetes Objekt. Macht also auf jeden Fall Sinn, das Licht zu streuen.

Crêpes

50mm | ISO 100 | f3.5 | 1/60

Bitte arbeitet nicht mit irgendwelchen Raumlampen. Schaltet also nicht das Küchenlicht zum Fotografieren an. Das gibt einfach ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis. Und schaltet ebenfalls jede andere Lichtquelle aus, während ihr mit Lampen arbeitet. Ihr denkt vielleicht, dass es keinen Einfluss nehmen würde. Tut es aber.

Alternativ könnte man sicher auch eine gute Schreibtisch-/ Tageslichtlampe verwenden. Letztlich sind aber gerade die oft viel, viel teurer.

Ich hoffe, dass euch das zumindest weitergeholfen hat & freue mich, wenn wir uns das nächste Mal wiedersehen! 🙂

Crêpes mit Himbeeren

4 Gedanken zu “Food-Fotografie Teil 3: das richtige Licht

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