Food-Fotografie Teil 5: Schärfe

Eine Frage, die ich häufig gestellt bekomme (seit ich diese Posts hier schreibe), ist die, wie ein Bild denn scharf wird. Dann wurden mir völlig verwackelte und unfokussierte Fotos gesendet, sodass ich beschloss nach meiner allgemeinen Einleitung zu den „Basics“ der Einstellungen, noch mal einen gesonderten Beitrag zur Schärfe zu schreiben. 

Wie bestimmt man die Schärfe eines Fotos? Das haben wir in dem zweiten Teil dieser Serie schon gelernt: je geringer der F-Wert, also die fotografische Blende, desto unschärfer wird Vorder- und Hintergrund bzw. desto unschärfer wird alles, das vom fokussierten Objekt entfernt ist. 

Hier ein Beispiel: Dieses Nudel-Sandwich diente mir als Modell, um euch diese Problematik ein wenig besser zu erklären. Ihr findet unterhalb der Bilder immer die genauen Bilddaten, sodass ihr alles nachvollziehen könnt. 

Nudelsandwich100mm – ISO 100 | f4.5 | 1/15sec

Das erste Foto schoss ich so, wie ich es normalerweise auch posten würde: bei f4.5, was den Vorteil hat, dass das Sandwich schön scharf ist, die herumliegenden Basilikumblätter jedoch zunehmend unschärfer werden. Somit setze ich den Fokus auf den „Star“ des Bildes, das Sandwich und lasse die „Nebendarsteller“ ihre Rolle erfüllen: das Bild ergänzen, aber nicht dominieren. 

Sandwich
100mm – ISO 100 | f2.8. | 1/30sec

Bei f2.8 finde ich das Bild einfach generell ein wenig zu unscharf, sodass die Basilikumblätter einen „Glow“ bekommen und aussehen, als würden sie unnatürlich irgendwie radioaktiv strahlen (macht zumindest für mich immer so den Eindruck). 

Tortellini Sandwich
100mm – ISO 100 | f13 | 0,6sec
Nudel Sandwich
Bitte fotografiert unter solchen Bedingungen nie aus der Hand!

Bei f13.0 haben wir jetzt, dadurch, dass die Basilikumblätter nicht weit von unserem „Star“ entfernt sind, alles scharf. Dafür musste ich jedoch – bei gleichem ISO – die Belichtungszeit verlängern, sodass ich bei 0,6 Sekunden lag. Das ist vielleicht nicht „lang“, wenn man das jetzt so liest oder hört.. aber fotografiert mal bei 0,6 Sekunden und sagt mir dann noch mal, dass euch das nicht lange vorkommt und ihr nichts verwackelt. Die Lösung dafür: ein Stativ & den Selbstauslöser oder einen Fernauslöser. 

Das ist das Geheimnis hinter „scharfen“ Bildern 😉

Ich hoffe, der Beitrag hat euch weitergeholfen. Markiert mich gerne auf euren Fotos mit @marias.healthytreats und benutzt #mariastreats, wenn ich sie sehen soll! 🙂

Liebst,
eure Tabbi 💙

4 Gedanken zu “Food-Fotografie Teil 5: Schärfe

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